Psychosomatik

Leistungsspektrum Psychosomatik


Unsere Gemeinschaftspraxis bietet das komplette Spektrum der kinder- und jugendärztlichen psychosomatischen Grundversorgung
von der Geburt bis zum jungen Erwachsenenalter an

Wie reagiert unser Körper auf  seelische Belastungen?

Körperliche Reaktionen auf seelische Belastungen kennt jeder. Der grummelnde Bauch, das rasende Herz, der ständiger Harndrang, die schweißigen Hände oder der Kloß im Hals sind nur ein paar der Symptome, die jeder von uns in Belastungssituationen registrieren kann. 
Diese “normalen” Reaktionsweisen treten schon bei Kindern und Jugendlichen auf. Solange diese nur vereinzelt auftreten und nicht belastend sind, liegt ein normales Reaktionsverhalten vor. Sie können aber helfen zu verstehen, wie sich seelische Vorgänge auf den Körper auswirken können, was meist unbewusst geschieht und kaum zu beeinflussen ist.

Was bedeutet “psychosomatisch”?

Die Psychosomatik als Teilgebiet der Medizin beschäftigt sich mit den psychologischen, biologischen und sozialen Bedingungen von Erkrankungen. Körperliche Beschwerden haben ihre Ursache in eigentlich seelischen (psychischen) Zuständen, Beschwerden, Belastungen oder auch schwerwiegenden psychischen Krankheiten.
Der Weg von der Seele zum Körper funktioniert jedoch auch in die anderen Richtung: Körperliche Krankheiten können Auswirkungen auf die Psyche des Menschen haben und Einschränkungen mit sich bringen.So können akute, besonders aber chronische Erkrankungen bis hin zu einer psychischen Belastung entstehen, die das Verhalten langfristig verändern und Einfluss auf die Sichtweise der eigenen und anderer Personen nehmen.

Wie entstehen psychosomatische Störungen?

Die genaue Entstehung, Entwicklung und Aufrechterhaltung psychosomatischer Störungsbilder ist höchst kompliziert und nicht abschließend geklärt. Man beschreibt in diesem Zusammenhang ein “bio-psycho-soziales” Entstehungsmodell. Das bedeutet, dass es bestimmte biologische Ursachen gibt, die zu einer erhöhten Empfindlichkeit und Anfälligkeit für psychische und psychosomatische Störungen führen können. 
Solche Probleme sind in allen Gesellschaftsschichten zu finden. 
Viele, zum Teil sehr unterschiedliche und individuelle Einflüsse, spielen bei der Entstehung psychosomatischer Symptome eine Rolle.

Welche Ursachen existieren für psychosomatische Krankheitsbilder?

Beispiele für häufigere “Auslöser” psychosomatischer Beschwerden im Kindes- und Jugendalter sind
  • Partnerschaftskonflikte bzw. Trennung der Eltern
  • Lange Trennungen von der Hauptbezugsperson in der frühen Kindheit
  • Probleme in Kindergarten/Schule
  • Konflikte zwischen Eltern und Kind
  • Psychische/psychiatrische Störungen der Mutter/ des Vaters
  • Schwere körperliche Erkrankungen eines Elternteils
  • Chronisch kranke Geschwister

Wie häufig sind psychosomatische Symptome bei Kindern und Jugendlichen?

Psychosomatische Symptome bei Kindern und Jugendlichen sind häufig. Vom Grundschulalter bis zum achtzehnten Lebensjahr besteht bei 5,2% der untersuchten Kinder und Jugendlichen zu irgendeinem Zeitpunkt eine psychosomatische Störung. 
In einer anderen Studie konnte bei 13% der Jugendlichen eine somatoforme Störung festgestellt werden. Kinder und Jugendliche mit psychosomatischen Erkrankungen sind daher in der kinderärztlichen Praxis sehr häufig.

Worin unterscheiden sich psychosomatische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen von denen Erwachsener?

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, weder körperlich noch psychisch. Ihre geistigen, sozialen und emotionalen Fähigkeiten befinden sich in der Entwicklung, welche mitunter sehr schnell verläuft. Eine auftretende Symptomatik muss daher vor dem individuellen Hintergrund des momentanen Entwicklungsstadiums des einzelnen Kindes bewertet werden. 
Besonders problematisch ist es, wenn Kinder oder Jugendliche sich aufgrund ihrer psychischen/ psychosomatischen Störungen nicht altersgemäß weiter entwickeln können. Betrachten wir die Schulangst eines Kindes, die sich z.B. in Form von morgendlichen Bauchschmerzen äußern kann. Das wieder kann dazu führen, dass das Kind den Anschluss an die Klassengemeinschaft und an den Lernstoff verliert, und noch  weitere Konsequenzen nach sich zieht.

Wie erkennt man psychosomatische Krankheitsbilder?

Eine organische Ursache für die Beschwerden des Kindes oder Jugendlichen muss zunächst durch einen Kinderarzt/ eine Kinderärztin ausgeschlossen sein. Wenn die Betroffenen durch ihre psychosomatischen Symptome in ihrer gesunden Entwicklung beeinträchtigt sind, sollte eine professionelle Untersuchung durch einen Kinder- und Jugendpsychiater in Kooperation mit dem Kinderarzt erfolgen, um ein adäquates Behandlungskonzept zu entwickeln.

Wo finden Sie Hilfe?

Alle unsere Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin haben die Zusatzbezeichnung „psychosomatische Grundversorgung“ und stehen Ihnen diagnostisch und beratend umfassend zur Seite.
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